Bericht Kontaktgrillen

Kontaktgrillen – nachhaltige Lebensläufe à la carte: Gemeinsam mit der Fachgruppenvertretung der Masterstudierenden der Nachhaltigkeitswissenschaften veranstaltete 23grad e.V. im Mai einen ganz besonderen Grillabend. Bevor es zum geselligen Teil überging, hatten interessierte Studierende die Möglichkeit berufstätige Umweltwissenschaftler kennen zu lernen. In kleinen Gesprächsgruppen konnten sie viel über die verschiedenen Wege in das Berufsleben erfahren.

Die Idee zu diesem neuen Veranstaltungsformat lag der Fachgruppenvertretung schon lange am Herzen - in einer lockeren Atmosphäre viele berufstätige Uwis kennen zu lernen. Ganz bewusst wurde daher die Gesprächsmethode des World-Cafés gewählt: Kleine Tische wurden schlicht mit Stiften, Flyern und Knabberkram dekoriert. An diesen nahmen die Referenten Platz. Die Studierenden gesellten sich dazu und schon begann ein ausführlicher Austausch über die Möglichkeiten des Berufseinstiegs. Die wichtigsten Erkenntnisse wurden gleich auf den Papiertischdecken notiert und dokumentiert. Dazu gab es das ein oder andere kühle Bier. Eine dankbare Erfrischung, denn die Temperatur im Raum stieg unweigerlich an, da sich fast 50 Wissbegierige und Referenten um die Tische drängten.

Für das Gelingen des Abends sorgten vor allem die Referenten. Gleich neun 23grad Mitglieder erklären sich bereit die Veranstaltung mitzugestalten. Somit konnten die Studierenden, Umweltwissenschaftler aus sehr verschiedenen Berufsfeldern kennen lernen: Nachhaltiger Tourismus, Jugendarbeit im Umweltschutz, Naturschutzverbände, Handelsunternehmen für Faire Trade Baumwollen, Stiftungen, Solarunternehmen, Ressourcenschutz als behördliche Aufgabe, Lehre und Forschung zur Weiterbildung von Nachhaltigkeitswissenschaftlern und Unternehmern an Universitäten.

Die häufigsten Fragen bezogen sich auf die nötige Praxiserfahrung zum Berufseinstieg, sowie alles rund ums Praktikum und natürlich auf die Tätigkeitsfelder und die Unternehmen selbst, welche sich wohl in keinem anderen Wissenschaftsgebiet so vielfältig darstellen, wie innerhalb der Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften.

Obwohl die beruflichen Aufgaben der Referenten so unterschiedlich waren, gab es eine große und wichtige Gemeinsamkeit, die positive Darstellung ihre Beruflichkeit. Die Referenten stellten sehr authentisch dar, dass ihnen ihre beruflichen Aufgaben viel Freude bereiten. Auch wenn z. B. durch politischen und wirtschaftlichen Druck in der Solarbranche zur Zeit viele Unternehmen schwer zu kämpfen haben und die alltägliche Arbeit sehr anstrengend ist, geht der Sinn und die Wichtigkeit der eigenen Arbeit nicht verloren. Die Blicke der Umweltwissenschaftler in ihrem Beruf sind nach vorne gerichtet – eine wichtige und motivierende Botschaft für zukünftige Absolventen. „Wenn ich Spaß habe an dem was ich tue, dann mache ich es auch gut,“ war ein weiteres wichtiges Statement wider dem Zweifel, der die Absolventen begleitet.

Zum Abschluss der Gesprächsrunden gab es viel Lob für die Organisatoren, die entspannte und sehr gelungene Atmosphäre in den Räumlichkeiten von „Plan B“, die große Anzahl an Referenten und deren Offenheit, sowie den vielen interessierten Teilnehmer.

Gefehlt haben den Teilnehmer Vertreter aus dem Wirtschaftsbereich. Die Referenten können sich zudem gut vorstellen, dass ein kurzer Steckbrief über sie bereit liegt, um nicht zu oft die gleichen Informationen wiederholen zu müssen.

Nach den Gesprächsrunden war der Abend noch lange nicht zu Ende. Als der Grillduft durch den Raum zog, begann es gemütlich zu werden. Das Team der Fachgruppenvertretung hatte für ein vorzügliches Buffet gesorgt und grillte routiniert die von 23grad gestifteten Köstlichkeiten.

Das neue Veranstaltungsformat Kontaktgrillen – nachhaltige Lebensläufe á la carte ist erfolgreich gestartet. Zu verdanken ist dass vor allem dem sehr guten Zusammenspiel aller Beteiligten. Zukünftig soll es dieses und weitere Angebote in Kooperation mit den Fachgruppenvertretungen der Master und Bachelor der Umweltwissenschaften geben. Gleich zu Beginn des Abends wurde dieses Vorhaben dargestellt und in einem Kooperationsvertrag festgehalten.

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