Meet & Eat - Nachhaltige Lebensläufe á la carte erfolgreich serviert

Der Name ist Programm, auch beim diesjährigen Austausch der Bachelor Studierenden der Umweltwissenschaften an der Lüneburger Uni mit den schon im Beruft tätigen Umweltwissenschaftlern. Man trifft sich zu Gesprächen über Berufseinstieg und Karrierewegen und nebenbei gibt es allerlei Köstlichkeiten. Seit zwei Jahren kooperieren die studentischen Fachgruppenvertretungen der Umweltwissenschaftler mit 23grad, um diese Veranstaltung zweimal im Jahr auf die Beine zu stellen, mit Erfolg.

Mehr als 60 Studierende kamen an diesem Abend. Die Räumlichkeit im Plan B bot kaum ausreichend Platz für all die Gäste, trotz der Enge entwickelte sich jedoch eine gemütliche Atmosphäre.

Sechs Mitglieder von 23grad stellten ihren beruflichen Werdegang vor: Anne arbeitet für die S.O.F. Save Our Future Umweltstiftung, Karina ist für die Initiierung und das Projektmanagement von kleinen Forschungsprojekten mit regionalen Unternehmen für Studierende im Nachhaltigkeitsmanagement an der Uni Lüneburg verantwortlich. Martina leitet das ifu, das Institut für Umweltinformatik in Hamburg. Birtes erster Arbeitsplatz ist im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Julia ist Mitglied des Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen und Kerstin arbeitet in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg und leitete dort die Geschäftsstelle der Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit".

Was hat die Studierenden an diesem Abend am meisten interessiert? Die Fragen richteten sich meist an die erste Zeit nach dem Studium. Wie hast du deinen ersten Job bekommen? „Es gab eine interessante Ausschreibung über die 23grad Liste und ich habe mich ganz normal beworben und überzeugt,“ berichtet Birte. Andere kommen an einen besonderen Praktikumsplatz auch schon einmal mit Hilfe von Vitamin B, z.B. bei einem Praktikum beim EU-Parlament. Somit gibt es viele mögliche Weg hin zum ersten Job - alle gilt es zu nutzen.

Die Vielfältigkeit des Studiums der Umweltwissenschaften ruft bei den Studierenden oft Verunsicherung hervor. Die Berufler verwundertet das nicht, wie soll man sich bei so vielen wichtigen und interessanten Themen denn auch entscheiden? Vor allem zu Beginn des Studium, wo das spätere Arbeitsfeld noch gar nicht festgelegt werden kann? Die Empfehlung hier, nur keine Panik: „ Macht was euch Spaß macht und wozu ihr jetzt gerade Lust habt. Alles andere fügt sich dann ganz bestimmt zusammen,“ empfiehlt Anne. Experimentiert! Probiert aus z.B. in praktischen Projekten, frei nach dem Motto: Umwege erhöhen die Ortskenntnis – ein gewagter Tipp. Der allerdings findet seine Bestätigung, denn obwohl Birte erst ganz frisch in ihrem ersten Job steckt hat sie bereits erfahren, dass immer interdisziplinäre Menschen gesucht werden, die gut verknüpfen und an Schnittstellen verschiedener Bereiche arbeiten können!

Und was sagen wir Berufler zu den jungen Studierenden, unseren potenziell zukünftigen Kolleginnen und Kollegen?

Sie sind sehr unterschiedlich und vielfältig, sie passen in keine Schublade, auch in keine "Ökoschublade" und das ist sehr gut so! Wir haben den Eindruck, dass sie offen, engagiert und mit Freude dabei sind. Auch sind sie organisiert, informiert und zielstrebig und vor allem aber sind sie sehr sympathisch :) .